Im November 2014 betrug die Arbeitslosenquote in Deutschland 6,4 Prozent, sie war damit so niedrig wie in keinem anderen EU-Land.  Nach den Meldungen der Bundesagentur für Arbeit sind damit 30.673.000 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
Das Statistische Landesamt berichtet von insgesamt rund 42,6 Millionen Erwerbstätigen nach vorläufigen Berechnungen für das Jahr 2014.
(Zum Vergleich: In Spanien und Griechenland wurde im vergangenen Jahr eine Arbeitslosenquote von 25 Prozent und mehr ausgewiesen).

Aber auch der BA-X (der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit), also die Arbeitskräftenachfrage hat einen neuen Höchststand erreicht. Hier werden die aktuellen Stellengesuche von Unternehmen ausgewertet.
Danach waren im  November 2014 ca. 515.000 freie Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit für den ersten Arbeitsmarkt gemeldet.

Gemäß einer Studie für das dritte Quartal 2014, die von „Eurostat“ erstellt wurde, blieben in Deutschland im dritten Quartal 2,7 Prozent der offenen Stellen unbesetzt – so viel wie sonst nirgendwo in Europa. Die Quote der offenen Stellen  im Euroraum lag im Durchschnitt bei 1,6 Prozent.
Während in Deutschland trotz Krise sogar Arbeitsplätze geschaffen werden konnten, gingen in der gesamten Eurozone im Zeitraum von 2007 bis 2014 rund 3.8 Millionen Jobs verloren.

In der Statistik der Bundesagentur für Arbeit für das erste Halbjahr 2014 (Quelle: Bundesagentur für Arbeit: Der Arbeitsmarkt in Deutschland – Fachkräfteengpassanalyse – Juni 2014,Nürnberg, 2014) war die Rede von „Engpässen“, zum Beispiel in verschiedenen technischen Berufsfeldern.  Als problematisch wurde unter anderem die Besetzung von offenen Stellen bei Maschinenbau- , Metall- und Elektro(technik)berufen als auch bei IT-Berufen  bezeichnet. Auch andere technische Berufe sowie Gesundheits- und Pflegeberufe waren betroffen.

Allerdings ist Deutschland aber leider auch in der Zahl der Langzeitarbeitslosen europaweit ziemlich weit vorne, hier konnte seit Jahren kaum eine Veränderung erreicht werden.

Experten sehen mehrere Gründe für die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt:

  • Arbeitnehmer gehen später in Rente, 
  • viele Eltern kehren früher, als es ihnen möglich wäre, aus der Elternzeit wieder ins Berufsleben zurück und besonders durch den 
  • Zuwachs von ausländischen und gut qualifizierten Arbeitskräften können offene Stellen besetzt werden.

Für dieses Jahr wird mit einer weiteren positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt gerechnet.

 

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