Zeugnisse Initiativbewerbung

Zeugnisse in der Bewerbung: Was wirklich wichtig ist!

Wir werden unser ganzes Leben lang von Zeugnissen und Zertifikaten begleitet. Das beginnt beim Grundschulzeugnis, setzt sich in der Oberschule bis zum Abschluss fort und bei jeder Arbeitsstelle gibt es ein Zeugnis. Welche Zeugnisse gehören in die Bewerbungsunterlagen, wenn Sie sich auf Jobsuche befinden? Wie so oft im Leben gibt es darauf keine pauschale Antwort, sondern immer eine individuelle Lösung.

Welche Zeugnisse gehören in die Bewerbung?

Zeugnisse und Zertifikate sind eine Beurteilung unserer Leistungen, sie dienen dazu, für uns selbst und für andere unsere Fähigkeiten und Kenntnisse zu dokumentieren. Bei der Stellenbewerbung sind sie gleichzeitig Nachweis über Art und Dauer der Ausbildung/Beschäftigung. So kann ein Personalchef die Angaben aus dem Lebenslauf und dem Anschreiben nachvollziehen und nachprüfen.

Aber - nicht in jede Bewerbung gehören alle Zeugnisse. Beginnen wir beim Berufseinsteiger. Hier sind evtl. das Abschlusszeugnis der Schule und Ausbildung wichtig, ebenso Beurteilungen und Zeugnisse für Schulungen, Praktika und Nebenjobs.

Je älter und erfahrener man wird, desto unwichtiger werden zum Beispiel Schulzeugnisse. Wen interessiert bei einer Bewerbung für eine Führungsposition im mittleren Alter noch die Abiturnote? Für Jobs als Berufserfahrene haben Arbeitszeugnisse Priorität. Selektieren Sie also, was in Ihrem Fall als Anlage seinen Weg in die Bewerbungsunterlagen findet.

Relevant für die Stellenbewerbung von Berufserfahrenen sind überwiegend die letzten zwei bis drei Arbeitszeugnisse. Schön ist es, wenn Sie vom derzeitigen Arbeitgeber ein Zwischenzeugnis beibringen können, da sie ja bei einem bestehenden Arbeitsverhältnis kein finales Arbeitszeugnis beibringen können.

Umfang der Anlagen für Zeugnisse

Ganz wichtig ist es, zu beachten, dass eine gesamte Online-Bewerbung die Größe von 3 MB nicht überschreiten sollte. Für diese Form der Bewerbung fassen Sie Ihre gesamte Bewerbungsmappe als ein pdf-Dokument zusammen und überprüfen vor dem Versand die Größe. Sind es mehr als 3 MB, können Sie die Datei mit einem Zusatzprogramm verkleinern oder müssen Anlagen weglassen.

Für Sie selbst sind wahrscheinlich alle Zeugnisse wichtig und Sie möchten als Bewerber/Bewerberin dem künftigen Arbeitgeber einen Einblick gewähren. Dafür gibt es eine einfache Lösung: Die Zeugnisübersicht. Damit erleichtern Sie einem Personalchef die Übersicht, machen im besten Fall ein wenig Werbung für sich selbst und verschlanken die Dateigröße der Online-Bewerbung.

Erstellung einer Zeugnisübersicht

Es ist ganz einfach, diese Übersicht zu erstellen. Sie sortieren zunächst die Ihnen vorliegenden Zeugnisse genau nach dem Aufbau in Ihrem Lebenslauf.

Ein Beispiel: Sie haben Ihren Lebenslauf als Berufseinsteiger chronologisch aufsteigend gestaltet. Nach Ihren persönlichen Angaben folgen vielleicht die Rubriken „Ausbildung“, „Studium“, „Berufserfahrungen/Karriere“ und „Sonstige Erfahrungen“. Genau in dieser Reihenfolge sortieren Sie Ihre Unterlagen, so fällt es dem Empfänger Ihrer Bewerbung leicht, einen Abgleich zwischen Lebenslauf und Zeugnisübersicht vorzunehmen.

Sie erstellen ein neues Dokument mit der Überschrift „Zeugnisübersicht“ und teilen es in zwei Spalten ein. In die linke Spalte kann man das Datum des Zeugnisses und/oder die Zeit der jeweiligen Tätigkeit eintragen. In die rechte Spalte kommt der Aussteller des Zeugnisses (Schule, Hochschule, IHK, Arbeitgeber etc.) Dabei könnte man es im Prinzip belassen - es kann aber von Vorteil sein, dem Personaler mehr Informationen zu bieten.

Sie können - wie im Lebenslauf - die Art der Beschäftigung eintragen und kleine Passagen aus dem Zeugnis zitieren. „Frau Mustermann arbeitete stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ - besser geht es kaum und das sollte doch Erwähnung finden, oder? Suchen Sie sich die Highlights aus Ihren Zeugnissen heraus und geben Sie ihnen in der Zeugnisübersicht einen gebührenden Platz. So kann der Leser wichtige Informationen bekommen, obwohl er nicht jedes Zeugnis im Anhang selbst lesen kann. Bei Interesse wird das Unternehmen das infrage kommende Dokument nachfordern.

Unsere Tipps:

  • Erstellen Sie eine Checkliste für die Zusammenstellung Ihrer Unterlagen und achten vor allem auf Vollständigkeit.
  • Denken Sie immer daran, dass das erste Etappenziel Ihrer Bewerbung für einen Job das Vorstellungsgespräch ist. Bereiten Sie sich darauf vor, hierin auch auf Ihre Zeugnisse angesprochen zu werden und auf Dinge, die vielleicht darin nicht ganz optimal sind.
  • Schauen Sie sich unsere Muster und Vorlagen für eine Zeugnisübersicht an und informieren sich in diversen Artikeln zu Zeugnis und Zeugnisübersicht. Lesen Sie dazu gern unseren Beitrag über das Interpretieren von Arbeitszeugnissen.
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