Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung kommt in seiner neuesten Studie zu dem Schluss, dass es umso schwieriger ist, sich auf dem Arbeitsmarkt zu etablieren, je geringer qualifiziert die Ausbildung ist.

Während die Arbeitslosenquote bei Personen ohne berufliche Bildung im Jahr 2013 bei 20 Prozent lag, waren bei den Personen mit beruflicher Qualifikation nur 5,1 Prozent von Arbeitslosigkeit betroffen.

Besonders hervorzuheben ist – was eigentlich jeder wissen müsste – dass die Weichen für die Zukunft bereits in der Schule bzw. mit dem Schulabschluss gestellt werden.
Bei Personen ohne Schulabschluss war in 2013 jeder dritte ohne Arbeit, mit Hauptschulabschluss waren es 17,8 Prozent, bei einem mittleren Schulabschluss (ohne Berufsausbildung) nur noch 9,8 Prozent.

Die Arbeitslosenquote bei Akademikern liegt seit Jahren nahezu unverändert bei ca. 2,5 Prozent.

Stellt man Vergleiche zum Jahr 1975 an, zeigt sich folgendes Bild:

  • Das Niveau der Arbeitslosigkeit bei Akademikern ist unverändert niedrig,
  • bei beruflich qualifizierten Personen ist es leicht erhöht und
  • bei gering qualifizierten Personen ist ein drastischer Anstieg zu verzeichnen.

Nach erfolgreichem Abschluss einer Berufsausbildung rückt anschließend zwar die schulische Ausbildung in den Hintergrund, aber man muss immer berücksichtigen, dass für eine Ausbildung meist ein dementsprechend guter Schulabschluss verlangt wird.

Es wird aufgrund des demografischen Wandels damit kalkuliert, dass sich die Zahl der Schüler bis zum Jahr 2025 von 11,1 Millionen (2013) auf 9,7 Millionen reduzieren wird. Können die Aufwendungen für das Bildungssystem auf dem derzeitigen Stand bleiben, würde somit die Möglichkeit auf eine Steigerung in der Qualität der Bildung gegeben sein.

So kann man hoffen, dass sich die Zahl der Schüler, die die Schule ohne Abschluss verlassen, reduziert. Derzeit sind es bedauerlicherweise fast 50.000 Schüler jährlich, auf die dieses Kriterium zutrifft.

Übrigens:
2013 lag die Arbeitslosenquote bei  7 Prozent, die Erwerbstätigenzahl nahm in diesem Jahr um 400.000 zu und lag damit bei 38 Millionen Beschäftigten ( ohne Auszubildende).

 

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