Lebenslauf schreiben: in sechs Schritten zum fertigen Dokument
Der Lebenslauf beantwortet drei Fragen: Was haben Sie bisher gemacht, was können Sie und welche Erfahrung passt zur nächsten Aufgabe? Beginnen Sie mit einer vollständigen Arbeitsfassung und wählen Sie daraus die für Ihre Bewerbung relevanten Angaben aus.
- Ziel festlegen: Notieren Sie die gewünschte Position und drei fachliche Anforderungen. Bei einer Initiativbewerbung hilft ein konkretes Tätigkeitsprofil.
- Stationen sammeln: Zeiträume mit Monat und Jahr, Position, Unternehmen, Ort und tatsächliche Aufgaben zusammentragen.
- Reihenfolge wählen: Innerhalb jeder Rubrik die jüngste Station zuerst. Bei Berufserfahrenen beginnt der fachliche Teil meist mit Berufserfahrung; bei Schülern und Studierenden kann die aktuelle Bildung zuerst stehen.
- Aufgaben konkret machen: Schreiben Sie nicht nur „Organisation“, sondern beispielsweise „Liefertermine mit Einkauf und Lager abstimmen“. Nennen Sie Ergebnisse nur mit belegbarem Kontext.
- Kenntnisse auswählen: Relevante Programme, Sprachen und Qualifikationen mit tatsächlicher Anwendung oder Niveau angeben.
- Export kontrollieren: Nach dem Speichern als PDF Namen, Kontakte, Trennungen, Seitenzahl und Lesbarkeit prüfen.
Beispiel für eine berufliche Station
04/2021 – heute · Sachbearbeitung Auftragsmanagement
Beispiel Handel GmbH, Musterstadt
• Kundenaufträge vom Eingang bis zur Auslieferung koordinieren.
• Liefertermine mit Einkauf und Lager abstimmen.
• Eine gemeinsame Reklamationsübersicht für Teambesprechungen einführen.
Das Beispiel ist fiktiv. Es zeigt die Form, nicht die Angaben, die Sie übernehmen sollten. Für ausführlichere Tätigkeitsbeschreibungen lesen Sie Berufserfahrung im Lebenslauf formulieren.
Kenntnisse verständlich einstufen
„Excel: Pivot-Tabellen und monatliche Auswertungen“ ist konkreter als „gute EDV-Kenntnisse“. Bei Sprachen können Sie ein realistisches Niveau wie B1 oder B2 nennen; ein Zertifikat geben Sie nur an, wenn es tatsächlich vorliegt. Balken und Sterne sind ohne Erklärung schwer einzuordnen. Mehr Beispiele zu Kenntnissen und Qualifikationen.
Lebenslauf unterschreiben: nötig oder optional?
Eine Unterschrift ist im Lebenslauf üblich, aber nicht zwingend notwendig. Auch die Bundesagentur für Arbeit bezeichnet sie als nicht unbedingt nötig. Bei einer digitalen Bewerbung können Sie auf eine eingescannte Unterschrift verzichten; entscheidend bleiben korrekte Angaben und ein aktueller Stand. Beachten Sie gesonderte Vorgaben des jeweiligen Bewerbungsportals.
Wenn Sie unterschreiben möchten, genügt eine dezente Unterschrift unter Ort und Datum. Fügen Sie keine Ausweiskopie hinzu. Prüfen Sie beim Einfügen eines Bildes, dass es nichts überdeckt und die Datei nicht unnötig vergrößert.
Weiterlesen nach Ihrer konkreten Frage
- Chronologisch oder antichronologisch?
- Schriftart und Schriftgröße wählen
- Unterbrechungen sachlich erklären
- Hobbys mit konkreten Beispielen formulieren
Externe Orientierung: Hinweise der Bundesagentur für Arbeit zum Lebenslauf.
Kostenlose Lebenslauf-Vorlagen als Word und PDF helfen bei der Umsetzung. Ein Muster ist eine Orientierung: Verwenden Sie ausschließlich Ihre eigenen, zutreffenden Angaben.
Inhaltlich ergänzt durch die IPSER-Redaktion am 7. September 2026. Die bisherigen Erläuterungen und Beispiele folgen darunter.
Der Lebenslauf, auch CV (Curriculum Vitae) ist das Herzstück Ihrer (Initiativ)Bewerbung. Haben Sie beim Personalchef durch ein gelungenes Anschreiben Interesse geweckt, wird er sich Ihren Lebenslauf zu Gemüte führen.
Wie wird der Lebenslauf aufgebaut?
Zuerst erstellt man ein gewünschtes Layout – hier kann man (je nach Branche) – ein wenig kreativ werden, damit sich IHR Lebenslauf von anderen abhebt. Man sollte jedoch nichts übertreiben und wenn man sich dabei unsicher ist, lieber minimalistisch bleiben.
Der Lebenslauf wird nicht (wie es vor etlichen Jahren einmal gefordert war) handschriftlich verfasst, es sei denn, eine Firma verlangt dies ausdrücklich und die Gliederung ist übersichtlich. Das waren aber eigentlich schon formal die beiden Dinge, die man zwingend beachten sollte. Es gibt keine DIN-Norm zur Erstellung.
Als nächstes vergibt man die Überschrift „Lebenslauf“. Hat man kein Deckblatt zur Bewerbung erstellt bzw. die eigenen Daten nicht in der Kopfzeile untergebracht, folgen die Kontaktdaten wie Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Ein Bewerbungsfoto ist freiwillig. Persönliche Angaben wie Familienstand, Kinder oder Konfession sind für die Darstellung Ihrer beruflichen Eignung nicht erforderlich.
Nun folgt die berufliche Laufbahn. Meist wird der CV in tabellarischer Form erstellt und diese Tabelle wird in sich in Abschnitte unterteilt, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen.
Auf die linke Seite gehören die Zeitangaben (bitte monatsgetreu) und auf die rechte Seite die Fakten. Die Daten können chronologisch aufsteigend erfasst werden; eine sehr kurze Laufbahn bleibt damit überschaubar. Für eine einheitliche, schnell erfassbare Darstellung empfehlen wir jedoch auch beim Berufseinstieg die aktuellste Station innerhalb jeder Rubrik zuerst. Berufsanfänger beginnen mit der Schulausbildung, es folgen der Schulabschluss und die Ausbildung, vielleicht gibt es erste Berufserfahrungen. Gut ist es, wenn Praktika vorgewiesen werden können.
Nach einem langen Berufsweg sollte man chronologisch absteigend vorgehen und mit der aktuellen Tätigkeit beginnen. Man arbeitet sich dann quasi rückwärts durch das zurückliegende Berufsleben, wobei man davon ausgehen kann, dass ab einem bestimmten Alter zum Beispiel niemanden mehr die schulische Laufbahn – mit Ausnahme des Abschlusses – interessieren wird.
Es folgen Weiterbildungen, Zertifizierungen, ggf. Hobbys und relevante Zusatzqualifikationen, wie zum Beispiel der Führerschein. Ort und aktuelles Datum können den Abschluss bilden; eine Unterschrift ist optional. Was muss man beachten? Der Lebenslauf muss übersichtlich sein, fehlerfrei und sollte keine unerklärten Lücken aufweisen. Die Angaben müssen wahrheitsgetreu und nachweisbar sein. Im Lauf der nächsten Zeit folgen weitere Tipps und Erklärungen rund um das Thema Bewerbung.
*Foto: © Dan Race@fotolia.com
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