Wenn wir eine neue Arbeit suchen, nutzen wir meistens die Möglichkeit, in Stellenanzeigen nach einem geeigneten Job zu suchen. Sei es im Internet oder in gedruckten Presse-Erzeugnissen. Dass wir damit höchstens 30 bis 40 Prozent unserer Chancen nutzen, ist kaum jemandem bewusst. Denn es gibt wesentlich mehr Angebote auf dem Arbeitsmarkt, als wir auf Anhieb finden können. Dazu müssen wir den verdeckten Stellenmarkt kennen und nutzen. Was aber ist der so genannte „verdeckte Stellenmarkt“? Es gibt dafür folgende Erklärung:

Hiermit sind die freien Arbeitsplätze gemeint, die nicht öffentlich ausgeschrieben sind.  Viele Unternehmen schalten meist aus unterschiedlichen Gründen keine Stellengesuche in Tageszeitungen, Internet usw. Studien zufolge werden in Deutschland zwei Drittel aller Stellen nie öffentlich ausgeschrieben, sondern von den Unternehmen aus dem näheren Umfeld besetzt. Somit werden nur ein Drittel aller offenen Stellen über Stellenanzeigen oder die Arbeitsämter vergeben. In solchen Situationen ist daher die Eigeninitiative der Arbeitsuchenden gefragt. In diesem Moment kann Ihre spontane Initiativbewerbung zum richtigen Zeitpunkt beim Unternehmen eintreffen.“ Quelle: IPSER

Der so genannte „verdeckte Stellenmarkt“ wird auch als „verdeckter Arbeitsmarkt“ oder „grauer Stellenmarkt“ bezeichnet – gemeint ist immer das gleiche: Arbeitsstellen die zu vergeben sind, gelangen nicht an die Öffentlichkeit und können von Arbeitssuchenden nicht gefunden werden.
Gründe, warum Stellen nicht ausgeschrieben werden, gibt es viele:

Manchmal konnte es zeit- und/oder arbeitsmäßig im jeweiligen Betrieb nicht bewältigt werden, eine Stellenanzeige zu schalten. Solch eine Anzeige nimmt ähnlich wie eine Bewerbung nämlich Zeit in Anspruch, um zum Beispiel zu formulieren, welcher Arbeitnehmer konkret gesucht wird und oft genug kann in einer solch komprimierten Form gar nicht alles aufgezählt werden, was für den Arbeitgeber wichtig wäre. Eine Anzeigenkampagne in einer großen Tageszeitung ist oftmals recht kostenintensiv, was besonders für kleine Unternehmen von Bedeutung sein kann. Oft kommt es auch vor, dass Arbeitsplätze durch Interessenten aus dem näheren Umfeld neu besetzt werden. Denn jeder Arbeitnehmer hat Bekannte und Verwandte, denen er von seiner Arbeit und damit auch von einer eventuell frei werdenden Stelle erzählt. So trudeln im Betrieb schon Bewerbungen ein, bevor die Stelle überhaupt ausgeschrieben wird. Viele Personalchefs archivieren besonders interessante und qualifizierte Bewerbungen und greifen bei Bedarf auf diesen Bewerbungs-Pool zurück, statt eine neue Bewerbungsrunde zu starten.“ Quelle: IPSER

Es lohnt sich also den verdeckten Stellenmarkt  als „hidden zone“ zu erforschen.

 * Foto: © Rynio Productions@fotolia.com