Am 6. März 2015 hat der Bundestag die Frauenquote per Gesetz beschlossen.
Korrekt ausgedrückt ist das „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ gemeint.

Was bedeutet das nun im Alltag?
Ab 2016 müssen mindestens 30 Prozent der Positionen in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen mit weiblichen Arbeitskräften und/oder  Anteilseignerinnen besetzt sein. 108 börsennotierte und voll mitbestimmte Unternehmen sind von der Regelung betroffen.

Weitere 3.500 mittelständische Unternehmen müssen ihre Zielsetzung für den Vorstand, den Aufsichtsrat und die beiden obersten Führungsebenen bis Ende September 2015  in Bezug auf die Frauenquote festlegen.

Jahrelang, wenn nicht sogar über Jahrzehnte hinweg war über diese Quote diskutiert worden, das Für und Wider wurde ausgiebig erörtert und auch jetzt ist das neue Gesetz noch antastbar, denn noch es eine dagegen Klage vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe möglich.

Denn – was für die Einen ein großer Fortschritt ist, bedeutet für Andere einen Eingriff in ihre unternehmerische Freiheit. Was passiert, wenn die entsprechenden Posten nicht von Frauen besetzt werden (können)? Theoretisch könnte es sein, dass dieser Platz dann leer bleiben wird……

Im Sommer 2017 werden erste Ergebnisse erwartet.

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