„Initiativ“, das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Anfang“ – „Beginn“. So ist es schon fast selbsterklärend, dass man mit einer Initiativbewerbung einen Anfang machen kann, einen neuen Beginn starten.
Initiativbewerbung“, was kann man sich darunter vorstellen? „Die Initiative ergreifen“, das bedeutet so viel wie „Den Anfang machen“, man setzt etwas in Gang, man beginnt etwas. Genau so ist es mit der Form dieser Bewerbung.
Mit einer Initiativbewerbung geht man auf einen potentiellen Arbeitgeber zu, ohne dass man dazu aufgefordert worden ist.
Es ist DIE Chance, sich und seine Fähigkeiten zu präsentieren, und zwar schon bevor beim Arbeitgeber der reale Bedarf vorhanden ist. Noch bevor der künftige Chef weiß, dass er nur SIE in einem Team, in seinem Betrieb braucht, hat er Ihr Profil auf seinem Schreibtisch gehabt und erinnert sich zu gegebener Zeit vielleicht gern daran.

Was unterscheidet die Initiativbewerbung von einer „normalen“ Bewerbung?

  • Die Stelle, um die man sich bewirbt, ist noch gar nicht ausgeschrieben.
  • Es gibt keine Anzeige in der Zeitung dafür,
  • im Internet wird man diesen Job nicht finden und auch auf
  • der jeweiligen Firmenhomepage taucht sie nicht auf.

Man macht quasi Werbung für sich selbst, keine unerlaubte Werbung, kein Spam, sondern Werbung im positiven Sinn. Der erste gute Aspekt bei der Initiativbewerbung ist, dass schon einmal die Motivation des Bewerbers zu erkennen ist, sich um eine neue Arbeitsstelle zu bemühen. Wenn dann die Bewerbung an sich noch gut aufgebaut ist, neugierig macht und den Leser überzeugt, hat man weitere Pluspunkte beim Empfänger gesammelt.

Natürlich muss eine Initiativbewerbung den klassischen Standards entsprechen, hier ein paar Tipps dazu:
Die Bewerbung muss zwingend fehlerfrei sein – kein Personalchef mag sich durch eine unleserliche Bewerbung quälen.
In das Bewerbungsfoto sollte man ein wenig mehr Geld investieren und zum Fachmann gehen, das Foto sollte zum Beruf passen.
Neben dem Anschreiben, das der Empfänger schließlich als erstes sieht, ist der Lebenslauf von immenser Bedeutung. Auch hier gilt, dass er übersichtlich sein muss, richtig strukturiert und ansprechend gestaltet.

Eine Initiativbewerbung per E-Mail wird natürlich kürzer gefasst sein, als eine Bewerbung per Post. Eines haben beide Versandarten gemeinsam: Die Bewerbung an sich muss überzeugend sein!

Natürlich wird man sich auf Absagen gefasst machen müssen, einige davon werden aber lauten „Wir danken für die Übersendung Ihrer Bewerbungsunterlagen. Leider können wir Ihnen im Moment keine passende Position anbieten, haben aber Ihr Profil in unseren Unterlagen aufgenommen und werden zu einem späteren Zeitpunkt gern auf Sie zukommen.“ So hat man die Chance, im Bewerberpool gespeichert zu werden. Aber – es werden auch Einladungen zu Vorstellungsgesprächen in Ihrer Post landen, denn rund zwei Drittel aller offenen Stellen werden auf den so genannten “verdeckten Stellenmarkt” vergeben.

Übrigens:
Die Form der Initiativbewerbung gewinnt immer mehr an Bedeutung, denn sie kann einem Arbeitgeber viel Geld und Zeit ersparen. Sie wird bei den meisten Firmen nicht als lästig, sondern als Mehrwert empfunden.