Manchmal denkt man schon darüber nach, wie es wäre, in einem anderen Land zu arbeiten. Den eigenen Horizont zu erweitern, Erfahrungen zu sammeln und sich auszuprobieren.

Nicht allzu weit muss man reisen, wenn man gern in Schweden arbeiten möchte und auch die Hürden, die man zunächst einmal an Vorgaben erfüllen muss, sind nicht allzu hoch.

Drei Monate lang kann man sich als deutscher Staatsbürger bzw. EU-Bürger ohne große Hürden in diesem Land aufhalten, sich informieren und sich bewerben. Unter Umständen sollte man sich – wenn man Arbeitslosengeld erhält – bei der zuständigen Agentur für Arbeit nach der Bescheinigung  E303 bzw. der Erteilung des Dokumentes PD U2 (Leistungsmitnahme) erkundigen, durch das man bis zu 90 Tage in einem anderen EU-Land Arbeitslosengeld beziehen kann.

Erhält man in Schweden die Chance auf eine Arbeitsstelle, muss man sich für einen Arbeitsaufenthalt beim Amt für Migration registrieren lassen und benötigt zwingend eine Personalnummer, die von der Steuerbehörde erteilt wird. Beim Einstieg in die „normale“ Berufstätigkeit fallen weitere Formalitäten an.

In welchen Berufen hat man in Schweden als Arbeitnehmer aus dem Ausland gute Chancen? Besonders groß war die Nachfrage im vergangenen Jahr unter anderem für

  • Ingenieurinnen und Ingenieure der Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik, 
  • Arbeitskräfte aus dem medizinischen Bereich und 
  • Kraftfahrzeugmechatroniker. 
  • Auch Erzieherinnen sowie 
  • Köche und Köchinnen     

haben gute Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden.

Mit englischen Sprachkenntnissen kann man sicher eine gewisse Zeit überbrücken, es werden aber von den meisten Arbeitgebern als Minimum Grundkenntnisse der schwedischen Sprache erwartet. Für Einwanderer werden zwar kostenlose Sprachkurse angeboten, wer aber realistische Chancen auf dem schwedischen Arbeitsmarkt haben will, tut gut daran, sich  vor der Anreise zumindest Basiskenntnisse anzueignen.

Natürlich kann man sich gezielt auf „Söka jobb“ (offene Stellen) bewerben,  erfolgreicher wird man aber mit Initiativbewerbungen sein. In Schweden werden – wie in vielen anderen Ländern auch – oftmals vakante Arbeitsplätze nicht öffentlich ausgeschrieben, sondern durch einen Arbeitnehmer, der solch eine Initiativbewerbung abgegeben hat, besetzt.

Übrigens:
Bewerbungen in Schweden sollten lediglich aus dem nicht zu umfangreichen und trotzdem aussagekräftigen Anschreiben und dem Lebenslauf (CV-Curriculum Vitae)  bestehen, ein Foto beizufügen, ist eher nicht üblich. (Außer eventuell für internationale Firmen sollte die Bewerbung optimaler Weise auf Schwedisch verfasst sein).

 

P.S. Unsere Angaben wurden sorgfältig recherchiert, es besteht kein Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit.