Es kann immer und jedem passieren, dass es im Leben mehr oder minder lange Zeiten gibt, in denen man keiner bezahlten Arbeit nachgeht. Bewirbt man sich um eine neue Tätigkeit, sind es genau diese Lücken im Lebenslauf, die ein unangenehmes Licht auf den Bewerber werfen könnten.

Also gilt es, diese Lücken zu füllen bzw. zu vermeiden.

Phasen ohne irgendeine Beschäftigung sollte es ohnehin nicht geben, man muss aber selbst aktiv werden und darf nicht nur darauf warten, dass einem Jobangebote quasi von selbst ins Haus flattern. Was kann man in der Zeit tun, in der man arbeitslos ist?

Natürlich gibt es die Zeiten, die man als „Bewerbungsphase“ deklarieren kann, als „Berufliche Neuorientierung“ oder „Orientierung am Arbeitsmarkt“. So sollte man zum Beispiel in den Aufbau der eigenen Bewerbung viel Zeit und Geduld investieren, denn diese soll ja einmal die Tür zu einem neuen Arbeitsplatz öffnen.
Aus einer ehrenamtlichen Tätigkeit kann viel mehr werden, als eine Überbrückung. Dem Arbeitgeber wird damit Eigeninitiative und soziale Kompetenz signalisiert, für einen selbst sinkt das Risiko, in mangelnde Motivation oder sogar in Depressionen zu verfallen, wenn man aktiv ist und sich um andere kümmern kann.
Mit einem Praktikum erweitert man seine Kenntnisse und Fähigkeiten, was dem eigenen Qualifikationsprofil zu Gute kommt.
Es gibt Kurse und Schulungen, die nicht den eigenen finanziellen Rahmen sprengen oder bei denen die Kosten vielleicht sogar von der Arbeitsagentur übernommen werden.
(Natürlich muss alles mit dem Träger abgesprochen und ggf. genehmigt  oder so geplant werden, dass man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht).

Daneben gibt es noch die Möglichkeiten des Selbststudiums, Vorbereitung auf Ausbildung oder Studium, Nebenjobs, Bildungsreisen, Mithilfe im Familienbetrieb usw.
Hauptsache, man ist aktiv gewesen und  kann dies optimalerweise belegen oder glaubhaft machen, was man getan hat.

Vielleicht klingt es in jungen Jahren etwas merkwürdig, aber es kann nicht schaden, den Lebenslauf in den eigenen Unterlagen immer wieder zu aktualisieren, einfach um selbst Zeit und Energie zu sparen, wenn man ihn benötigt. Mitunter passiert es nämlich schneller, als man es sich vorstellen kann, dass man arbeitslos wird.

Den beruflichen Werdegang listet man im Lebenslauf mindestens monatsgenau auf, kürzere gelegentliche Übergangszeiten zwischen zwei Tätigkeiten werden meist nicht hinterfragt.

Fazit: Lücken im Lebenslauf sollte man erklären und begründen können ohne zu lügen. Außerdem sollte man möglichst nicht negativ sein im Sinne von „Ich war sechs Monate lang arbeitslos“ sondern eher eine Formulierung wählen wie „Die mir zur Verfügung stehende Zeit habe ich genutzt, um………“

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