Im Betrieb ist ein neuer Job zu besetzen – welche Möglichkeiten wird der Personalchef nutzen? Er könnte zum Beispiel Anzeigen schalten, seinen Bewerberpool durchforsten  oder seine Mitarbeiter fragen, ob sie jemanden wissen, der sich für genau diese Arbeit eignen würde. „Mitarbeiterempfehlungsprogramm“ ist ein Mittel zur Personalfindung, das häufig genutzt wird. „Vitamin B“ (also Beziehungen) bzw. Netzwerken (persönlich oder virtuell) sind dabei mit im Spiel.

Wie funktioniert ein „Mitarbeiterempfehlungsprogramm“?

Oftmals ist es einfach nur so, dass Firmen bevorzugt Neueinstellungen auf die Empfehlung von Mitarbeitern hin vornehmen. Hier kann man davon ausgehen, dass diese Bewerber schon im Vorfeld über ein gewisses Maß an Loyalität verfügen und über Tätigkeit und Arbeitsabläufe informiert sind. Für den Arbeitgeber bietet sich der Vorteil, dass wohl kaum einer seiner Mitarbeiter jemanden empfehlen wird, der negativ auffallen könnte.  Wertschätzung vom Chef, Freude beim neuen Kollegen und das eigene Bewusstsein, etwas Gutes getan zu haben, das sind dabei die positiven Effekte.

Es gibt aber immer mehr Firmen, die ihren Mitarbeitern einen Bonus gewähren, wenn sie solch eine erfolgreiche Empfehlung aussprechen. Das kann in geldwerter Form erfolgen, aber auch als Sachprämie. Man hört von Prämien bis zu 3.000 Euro, von Kreuzfahrten oder anderen Belohnungen, denn eine qualifizierte Fachkraft schafft einen Mehrwert für das Unternehmen und ist oftmals schwer zu finden.
Durch die Mitarbeiterempfehlung können zudem teure Personalfindungsmaßnahmen eingespart werden.

Natürlich werden solche Boni nicht einfach so vergeben, sondern sind an verschiedene Bedingungen geknüpft. Eine Voraussetzung könnte sein, dass der empfehlende Mitarbeiter den Bewerber wirklich persönlich kennt und dieser sich beim Unternehmen noch nicht beworben hat. Der neue Mitarbeiter muss die Probezeit erfolgreich überstehen oder man selbst muss bereits eine bestimmte Mindestzeit in der Firma arbeiten, auch solche Konditionen sind denkbar.

Doch die Medaille hat wie fast immer im Leben eine Kehrseite. So gab es bereits Versuche, andere mit nicht zulässigen Mitteln aus bestehenden Arbeitsverhältnissen abzuwerben, was nicht gestattet ist und rechtliche Konsequenzen haben kann.
Für manch angeworbene Mitarbeiter ist es situativ kein angenehmes Gefühl, wenn er erfährt, dass der Kollege, der einen „gefunden“ hat, dafür eine „Kopfprämie“ erhalten hat.

Wussten Sie, dass man diese Art der Personalfindung  als „Verdeckten Stellenmarkt“ bezeichnet und dass bis zu 40 Prozent der freiwerdenden Stellen so vergeben werden? Wussten Sie, dass diese Stellen nie an die Öffentlichkeit gelangen und Sie als Außenstehender, der „keinen kennt, der einen kennt“, kaum Chancen haben, an diese Jobs zu gelangen?

Genau für Menschen wie Sie eignen sich die Initiativbewerbungen. Denn  die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Bewerbung genau zum richtigen Zeitpunkt beim richtigen Unternehmen landet, ist relativ hoch.
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* Foto: ©Jakub Jirsák@fotolia.com