Nach den Erhebungen des WSI (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut) das in die Hans-Böckler-Stiftung integriert ist, sind die Tariflöhne im Jahr 2014 nach Abzug der Inflation um durchschnittlich 2,2 Prozent gestiegen.

Die durchschnittliche tarifliche Grundvergütung inkl. Pauschal- und Einmalzahlungen gegenüber dem Vorjahr hat sich in den Branchen unterschiedlich entwickelt:

Während es für die Beschäftigten bei der Energie- und Wasserversorgung und im Bergbau nur 1,4 Prozent mehr Lohn und Gehalt gab, waren es im Sektor „Private Dienstleistungen“ und „Organisationen ohne Erwerbszweck“ 3,5 Prozent. 3,4 Prozent waren es immerhin noch in den Bereichen Gebietskörperschaften und Sozialversicherung.

Beim Handel waren es 3,2 Prozent, im Bereich Investitionsgüter 3,1 Prozent und im Baugewerbe 3,0 Prozent. Der Anstieg im Grundstoff- und Produktionsgütergwerbe  lag bei 2,9 Prozent, im Nahrungsmittel- und Genussmittelgewerbe waren es 2,8 Prozent. 2,5 Prozent mehr gab es für die Beschäftigten im Bereich Verkehr und Nachrichtenübermittlung, im Gartenbau und in der Land- und Forstwirtschaft waren es 2,5 Prozent.

Im Versicherungsgewerbe und bei Kreditinstituten wurden 2,4 Prozent mehr bezahlt und im Verbrauchsgütergewerbe 2,2 Prozent.

Im Vergleich dazu sind die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr um 0,9 Prozent gestiegen. Dadurch wird der höchste Reallohnanstieg der letzten fünf Jahre verzeichnet.

Die ersten Tarifverhandlungen in diesem Jahr laufen bereits für die Metall- und Elektroindustrie, als nächstes sind der öffentliche Dienst (Länder) und die chemische Industrie an der Reihe.

 

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