Mitunter hört man im Zusammenhang mit dem Bewerbungsgespräch von „Stresstests“. Was ist das und wozu dienen solche Tests?
Im Vorstellungsgespräch soll bekanntlich ausgelotet werden, inwieweit die Bewerber in das Unternehmen passen. Außer fachlichen Kompetenzen müssen auch andere Komponenten passen. Nicht nur für höher dotierte Positionen wird deshalb gern getestet, wie sich die Bewerber in verschiedenen Situationen verhalten.

Kleinere „Stressfragen“ werden oftmals im regulären Jobinterview eingebaut, es gibt allerdings auch mehrtägige Auswahlverfahren in externen oder internen Assessment-Centern (AC).

Bekanntlich steigt schon im „normalen“ Bewerbungsgespräch der persönliche Stresspegel, was passiert dann erst im Stressinterview?

Diverse Tests können mit einem einzelnen Bewerber, aber auch in einer Gruppe durchgeführt werden. Geklärt werden könnte hier unter anderem in Rollenspielen, ob man teamtauglich ist oder aber auch, ob man sich gegen andere durchsetzen kann.

Es kann Tests geben, um die Intelligenz, die Leistungsfähigkeit oder um persönliche Fähigkeiten zu beurteilen.

  • Wie wird unter Zeitdruck gehandelt?
  • Wie lösen die Bewerber Probleme?
  • Wie reagieren sie in Ausnahmesituationen?
  • Bewahren sie die Fassung und behalten die Objektivität?
  • Können sie anhand von Fallstudien Problemlösungen finden?

Es kann durchaus sein, dass es nach anstrengenden Stunden zum gemeinsamen Essen geht. Dahinter könnte sich allerdings eine weitere Beurteilung verstecken. Hier könnten die Bewerber nämlich  weitere Facetten von sich zeigen. Dass man sich beim Essen einwandfrei benehmen sollte, steht außer Frage.
Beim Gespräch lässt sich jedoch einiges über die Kandidaten herausfinden. Sind sie über das Tagesgeschehen informiert? Wie steht es um die Allgemeinbildung? Verhalten sich die Bewerber in ungezwungener Atmosphäre anders als zuvor?

Es gibt Fragen,  auf die man sich recht gut vorbereiten kann und die in dieser oder ähnlicher Form immer wieder gestellt werden:

Wie würden Sie sich selbst beschreiben?“ oder „Wie würde Ihre Mutter Sie charakterisieren?
Lücken im Lebenslauf werden oft angesprochen und man sollte erklären können, was genau man zum Beispiel in der „Berufsorientierungsphase“ getan hat.
Überprüft wird meist auch, wie gut sich der Bewerber/die Bewerberin über das jeweilige Unternehmen informiert hat.

Solch ein Auswahlverfahren mag zunächst einmal recht erschreckend auf Bewerber wirken. Zweifellos werden anstrengende Stunden vor einem liegen, wenn man nach seiner Bewerbung die Einladung dazu bekommt. Durch solche Tests kann man aber auch viel über sich selbst herausfinden. Selbst wenn man eine Absage erhalten sollte, weiß man unter Umständen, woran man arbeiten kann und muss.

Unser Tipp:
Verstellen Sie sich nicht und präsentieren sich als das, was das Ziel des Tages ist. Nämlich  als genau den Mitarbeiter/die Mitarbeiterin, die das Unternehmen sucht!

Viel Erfolg!

In den kommenden Wochen werden Sie auf unserem Blog viele Tipps rund um die Stellenbewerbung finden. Schauen Sie einfach öfter einmal bei uns vorbei!

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