Nach einer Erhebung aus dem vergangenen Jahr fehlen in Deutschland rund 41.000 IT-Fachkräfte und die Nachfrage ist steigend. Eine Umfrage durch die „Bitkom“ (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. ) kommt zu dem Ergebnis, dass bis zu 68 Prozent der deutschen Unternehmen in den Bereichen Informationstechnologie und Telekommunikation in diesem Jahr Neueinstellungen planen. Eines der größten Hindernisse bei Neueinstellungen ist aber wohl der Mangel an ausreichend bzw. gut qualifizierten Fachkräften.

Die „Fachkräfteengpassanalyse“ der Bundesagentur für Arbeit Dezember 2014 bestätigt einen Fachkräftemangel unter anderem in technischen Berufen, Informatik und Softwareentwicklung. Wenngleich es hier im IT-Bereich heißt, dass man nicht von einem generellen Fachkräftemangel sprechen könne, wird aber ein Expertenmangel im Bereich Informatik und Softwareentwicklung bestätigt.

Immer wieder wird die Frage gestellt, wie man dieses Problem lösen kann. Zuwanderung von Fachkräften ist eine Lösung, eine andere wäre es, genügend Ausbildungs- und Förderungsmöglichkeiten für Jugendliche zu bieten.

Auch hierzu gibt es eine Umfrage der „Bitkom“ und der „Learntec“ unter 512 Schülern von weiterführenden Schulen.

  • 83 Prozent der befragten Schüler sprechen sich für einen verpflichtenden Informatikunterricht an den Hauptschulen aus, 
  • 73 Prozent der Realschüler teilen diese Meinung, ebenso  
  • 73 Prozent der Gymnasiasten und 
  • 78 Prozent der Gesamtschüler. 
  • 85 Prozent der Lehrer und 
  • 73 Prozent der Eltern vertreten diese Meinung ebenso.

Informatik als Pflichtfach an der Schule oder nicht, darüber streiten die Experten…..und zwar schon seit etlichen Jahren. Während die digitale Welt schon lange Einzug in den Kinderzimmern gehalten hat, ist der Informatikunterricht an den Oberschulen noch nicht wirklich zuhause. Zwar wird er hier und da angeboten, aber oft nur kurz und freiwillig.

Übrigens:
Im Jahr 2010 war das Interesse der befragten Schüler an einem verpflichtenden Informatikunterricht deutlich geringer als heute. Nur 53 Prozent hatten sich dafür ausgesprochen und 23 Prozent sogar dagegen.

 

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