Es wird endlich Frühling, überall kehrt gute Stimmung ein. Frühling bedeutet für viele neue Kraft, mehr Energie und Aufschwung. Solch einen Aufschwung kann der Arbeitsmarkt schon seit längerer Zeit verzeichnen und nach den neuesten Erkenntnissen des ifw wird es so bleiben und diese Aufwärtstendenz soll vorläufig erhalten bleiben.

Seit der Wiedervereinigung konnten jetzt die niedrigsten Arbeitslosenzahlen registriert werden, im Februar gab es eine Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent, was einer Zahl von 2,81 Millionen Arbeitslosen (saisonbereinigt) entspricht.

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (ifw) ist sogar dermaßen zuversichtlich, dass es seine ursprüngliche Prognose für das Wirtschaftswachstum von 1,7 auf 1,8 Prozent angehoben hat.

Immer häufiger sind Äußerungen zu hören und zu lesen, die sich mit einer Vollbeschäftigung befassen. Bei einer Vollbeschäftigung im Sinne der Arbeitsmarktforscher gibt es lediglich eine Arbeitslosenquote von 2 bis 3 Prozent – diese ist schon jetzt in einigen Regionen in Süddeutschland erreicht. Besonders hochqualifizierte Arbeitskräfte in den Bereichen Technik und Wirtschaft sind kaum noch von Arbeitslosigkeit betroffen und falls doch, ist die Suche nach einer neuen Arbeitsstelle schnell erfolgreich.

Aber – es gibt viele Regionen in Deutschland, wo nicht ausreichend Arbeitsplätze zur Verfügung stehen und deutschlandweit sind zahlreiche nur gering qualifizierte Arbeitnehmer auf Jobsuche. So könnte es passieren, dass es auf der einen Seite offene Stellen für Akademiker gibt, die aufgrund fehlender Fachkräfte nicht besetzt werden können und auf der anderen Seite sind nicht genug Arbeitsplätze für alle anderen Menschen vorhanden, die Arbeit suchen.

Die Zahl der unbefristeten Festanstellungen wird immer geringer, die von Arbeitnehmern geforderte Flexibilität höher, Tatsachen mit denen sich viele Menschen ein wenig schwer tun.

Frank Jürgen Weise, Chef der Arbeitsagentur, hat erst kürzlich darauf hingewiesen, dass besonders Langzeitarbeitslose viel zu selten einen Job finden. Es war die Rede von rund 200.000 Langzeitarbeitslosen, die seit 10 Jahren nicht gearbeitet haben und von Hartz IV leben. Aber – auch der BA-Chef prognostiziert eine weiterhin günstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

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