Kleine Jungen wollen Feuerwehrmann werden und kleine Mädchen Prinzessinnen. Oder Baggerfahrer und Tierärztin. Gern auch Fußballer oder Schauspielerin. Die Eltern aller Kinder möchten, dass der Nachwuchs viel lernt, am besten Abitur macht und studiert, um einen Beruf zu haben, der Freude bereitet und außerdem für ausreichend Geld in der Kasse sorgt. Soweit zu den Wünschen.

Sie suchen nach dem richtigen Arbeitgeber, um Ihren Wunschberuf zu leben? In unserer Datenbank könnten wir dafür fündig werden. Bewerben Sie sich!

Wie sieht die Realität bei der Berufswahl aus?

Immer mehr Jugendliche stürmen die Hochschulen, während Lehrberufe zum Teil ganz auf der Strecke bleiben. Derzeit machen wohl nur rund ein Drittel der Schulabgänger eine betriebliche Ausbildung. Wussten Sie schon, dass es Firmen gibt, die Belohnungen ausschreiben, wenn junge Menschen bei Ihnen einen Ausbildungsvertrag unterschreiben? Mangel an Azubis herrscht überwiegend in Pflegeberufen, in gastronomischen Berufen und einige Handwerksberufe sind sogar vom Aussterben bedroht, wenn sich keine Lehrlinge finden lassen.

Daneben gibt es Ausbildungsberufe, die beliebt und hoch frequentiert sind. Dazu gehören Kaufman/Kauffrau im Einzelhandel, Büromanager und Mechatroniker/in.

Es gibt noch einen weiteren Aspekt bei der Ausbildungsplatzsuche:  Im Jahr 2013 verließen nach einer Studie der Caritas 5,6 Prozent der Jugendlichen die Oberschule ohne Abschluss. Das bedeutet, dass jeder 20. Jugendliche kaum Chancen auf eine Ausbildung hat.

Fast unglaublich, aber wahr: Immer mehr Jugendliche verlassen die Schule zwar mit einem Abschluss, haben aber trotzdem Probleme mit der Rechtschreibung und mit Mathematik. Die Lücken sind teilweise so eklatant, dass Nachschulungen erfolgen müssen!

Was tun, wenn Wünsche und Wirklichkeit weit auseinander klaffen? Auf keinen Fall den Kopf in den Sand stecken und nichts machen! Der Lebenslauf, den man sein ganzes Leben lang bei der Stellensuche vorweisen muss, ist unerbittlich und zeigt jede Lücke auf.

Der Weg in den Beruf

Unsere Tipps:

  • Legen Sie sich nicht auf einen bestimmten Beruf fest! Informieren Sie sich bei allen Quellen, die Sie finden können, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Das Internet hält unzählige Hinweise bereit, für Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren gibt es spezielle Beratungen in den Jobcentern.
  • Bei den Ausbildungsberufen gibt es so genannte Nischenberufe, die erkundet werden wollen.
  • Wer noch so gar nicht weiß, wo die berufliche Reise hingehen soll, kann (ab 16 Jahren) ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ)  oder eine Zeit zwischen 6 und 24 Monaten im Freiwilligendienst im In- und Ausland absolvieren.
  • Eine weitere Möglichkeit wäre eine „Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme“ (BvB). Hier arbeiten die Bundesagentur für Arbeit und diverse Bildungsträger zusammen, um Jugendlichen ohne Abschluss den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Parallel zum Erreichen des Hauptschulabschlusses können praktische Erfahrungen in Betrieben gesammelt werden. Den Jugendlichen wird ein Begleiter an die Seite gestellt.

Wie Sie sehen, gibt es viele Möglichkeiten. Nichts ist aber schlimmer, als nichts zu tun! Wissen ist bekanntlich Macht – nutzen Sie alle Informationsmöglichkeiten.