Es scheint noch gar nicht so lange her sein, da wurde über die hohe Arbeitslosenquote geklagt. Mittlerweile ließ der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt diese Zahlen vergessen.
Der BA-X lag am Endes des Monats Juni bei 191 Prozentpunkten, er basiert auf den aktuellen nicht geförderten Stellengesuchen des ersten Arbeitsmarktes und hatte vor über 10 Jahren bei 100 begonnen. Die Zahlen sprechen für einen weiterhin gestiegenen Arbeitskräftebedarf.

Nach Einschätzung von Experten waren im  Juni nur noch rund 2,7 Millionen Menschen ohne Arbeit, das wäre eine weitere Verbesserung gegenüber dem Vormonat.

Heute veröffentlichte die BA nun die aktuellen Zahlen für Juni 2015:

2,711 Millionen waren danach im Juni in der Arbeitslosenstatistik erfasst. Das sind 51.000 weniger als im Mai 2015. Somit beträgt die Arbeitslosenquote 6,2 Prozent.
Das ist der niedrigste Stand seit 1991.

Vergleicht man die Zahl der offenen Stellen mit denen des gleichen Zeitraums im Vorjahr wurden 78.000 Arbeitskräfte mehr gesucht als im Juni 2015.

Schaut man sich die saisonbereinigten Zahlen an, ist auch hier ein leichter Rückgang der Arbeitslosenzahlen zu erkennen.

Das Statistikamt Eurostat gab die Zahlen der europäischen Arbeitslosenquote per Mai 2015 bekannt. Hier war ebenfalls ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Für die 19 Länder der Euro-Zone lag danach die Arbeitslosenquote im Durchschnitt bei 11.6 Prozent.
Griechenland und Spanien liegen mit über 20 Prozent an der Spitze, in Deutschland ist die Arbeitslosenquote am niedrigsten.

Für das zweite Halbjahr 2015 rechnen Experten allerdings nicht mit einer weiter andauernden positiven Entwicklung.

 

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