Obwohl Frauen schon lange berufstätig sind, ist das Recht zum Arbeiten für sie noch nicht allzu lange gesetzlich festgelegt. Der Beruf ist für viele Frauen wichtig, dient unter anderem dem Lebensunterhalt, der Selbstbestätigung der Kommunikation und der Weiterbildung.

Erst seit dem 1. Juli 1977 ist es gesetzlich verankert, dass Frauen die Berechtigung haben, erwerbstätig zu sein. § 1356 BGB regelt nämlich seit dem: „Die Ehegatten regeln die Haushaltsführung in gegenseitigem Einvernehmen. (…). Beide Ehegatten sind berechtigt, erwerbstätig zu sein.“

Von 1958 bis zum 30.6.1977 legte das BGB im § 1356 fest:
„ Absatz 1: „[1] Die Frau führt den Haushalt in eigener Verantwortung. [2] Sie ist berechtigt, erwerbstätig zu sein, soweit dies mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar ist.“

So viel zur Vergangenheit. Aber – Wie ist das nun heute?  Statistiken zufolge arbeiten Frauen im Gegensatz zu Männern

  • mehr in Teilzeitjobs,
  • seltener in Führungspositionen,
  • zu einem geringeren Gehalt
  • und auf die Lebenszeit gesehen kürzer.

Der Teilzeitfaktor lässt sich leicht erklären, da viele Frauen Familie und Beruf unter einen Hut bringen müssen, wenn sie als „Familienmangerin“ nicht versagen wollen.

Dass Frauen nicht so häufig in der Führungsebene zu finden sind, soll mitunter eine Frauenquote ausgleichen. Viel liegt aber sicher in der kaum möglichen Vereinbarkeit von langen Arbeitszeiten und Familie. Auch hierzu gibt es eine Studie des DIW. Im Jahr 2012 waren bei den 200  größten Firmen 4 Prozent Frauen in Führungspositionen, an börstenorientierten Unternehmen gab es in der Vorstandsebene einen weiblichen Anteil von 7,8 Prozent.

Gehalt – dieses Thema greifen regelmäßig Studien auf. Bei ähnlicher Qualifikation und einer ähnlichen Tätigkeit liegt danach der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen bei 7 Prozent durchschnittlich.
Im allgemeinen Vergleich bei einer Vollzeitbeschäftigung stellte das Statistische Bundesamt für das Jahr 2012 eine „unbereinigte Lohnlücke“ (Gender Pay Gap)  von 22 Prozent fest.

Auf ein ganzes Arbeitsleben gerechnet, arbeiten Frauen beruflich weniger, heute nennt man so etwas „Familienphase“, was bedeutet, dass Kindererziehungszeiten wahrgenommen oder auch oft Angehörige gepflegt werden.

* Foto: © artbig@fotolia.com